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Keine Gemeindenamen mehr auf Facebook

facebookFacebook ist nicht nur bei den Bürgern beliebt, auch immer mehr Gemeinden möchten sich in dem sozialen Netzwerk präsentieren. Mit einem Beschluss des Unternehmens sind künftig jedoch reine Gemeindenamen auf Facebook nicht mehr erlaubt.

Kremsmünster, Salzburg oder Gurk haben eines gemeinsam: Sie sind auf Facebook mit einer eigenen Gemeindeseite vertreten. Seit neuestem heißt die Seite von Salzburg jedoch nicht mehr nur einfach "Salzburg", sondern wurde auf "salzburg.info" umgetauft.

Warum? Ein Beschluss der Firmenleitung von Facebook schreibt vor, dass Facebookprofile künftig nicht mehr nur die Namen von Städten oder Gemeinden tragen sollen.

 

"München" gelöscht


Da nicht ersichtlich wird, welcher Institution eine Gemeindeseite zugeordnet werden kann, zwingt Facebook die Betreiber, die häufig die Gemeinde selbst oder der Tourismusverband sind, nun zu einem Namenswechsel. Wird der Name bis 1. September 2012 nicht gewechselt, dann droht die Löschung des Profils. Von den österreichischen Orten scheint bisher nur Salzburg die Seite umbenannt zu haben. Dass der Internetdienst mit seiner Drohung nicht scherzt, wurde bereits Anfang des Jahres deutlich. Von einem Tag auf den anderen wurde die Facebook-Seite der Stadt München gelöscht - und mit ihr die rund 400.000 Fans der Seite. Mittlerweile ist das Onlineprofil zwar als "München.de" wieder abrufbar, aber rund 60.000 Nutzer haben der Seite die Namensänderung nicht verziehen und nicht mehr auf "Gefällt mir" geklickt.

 

Gemeinden sollen von Politik entkoppelt sein


Der Hintergrund des Namensverbots ist, dass die Nutzer weiterhin auf "Gefällt mir" klicken können sollen, ohne damit das Stadtmarketing oder den Bürgermeister zu unterstützen. In Salzburg ist der zwar gewählt, in anderen Ländern sind Machthaber womöglich per Dekret eingesetzt und umstritten. In der "sauberen" Facebook-Welt sollen Orte von Politik entkoppelt werden. Ein vermuteter Hintergrund ist, dass Facebook selbst Seiten für gewisse Orte anlegen möchte. Da Google (zum Beispiel bei San Francisco) bereits damit begonnen hat, eigene Städteseiten anzulegen, könnte Facebook nun nachziehen wollen.

Für diesen Zweck wurden umfangreiche Nutzungsbedingungen erlassen, die bestimmte Satz- oder Sonderzeichen in der Namensgebung ebenso verbieten wie allgemeine Begriffe wie "Bier" oder "Bockwurst". Darunter fallen eben auch Ortsverweise wie "Facebook-berlin" und generische Ortsnamen wie reine geografische Ortsbezeichnungen von Städten und Regionen.

 

Was ist erlaubt, was nicht?


Folgende Namensgebungen wären nicht erlaubt:

  •  Salzburg
  •  Stadt Salzburg
  •  Region Salzburg
  •  Land Salzburg
  •  Freie und Hansestadt Salzburg
  •  Marktgemeinde
  •  Landeshauptstadt


Erlaubt wäre beispielsweise:

  •  Stadtinformationsportal Salzburg
  •  Stadtverwaltung Salzburg
  •  Visit Salzburg
  •  salzburg.info, salzburg.at (sofern eine entsprechende Website existiert)
  •  Tourismusverband Salzburg
  •  Stadtmarketing Salzburg
  •  Marketing Salzburg
  •  Salzburg News
  •  Entdecke Salzburg


  • Die derzeitige URL der Seite bleibt weiterhin zulässig, z.B. www.facebook.com/berlin, Facebook.com/hamburg oder ähnliches. Hier gilt, wer sich die URL zuerst gesichert hat, behält sie.

    Die Administratoren der Gemeindeseiten sind nun angehalten, anhand der oben dargestellten Beispiele bis 1. September 2012 einen geeigneten neuen Namen zu finden. Dieser sollte dann Facebook per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mitgeteilt werden. Die Umstellung der Namen erfolgt dann nur durch Facebook selbst. Die URL und der neue Seitennamen sollten in der E-Mail enthalten sein.

     

    Interessante Links

    Nutzungsbedingungen für Facebook-Seiten
    Alle Tipps und Infos von Facebook zur Umbenennung der Gemeindeseite

     


    Quelle: kommunalnet.at

     

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